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Die Fortbewegung oder Ortsveränderung von Gütern oder Personen mit technischen Mitteln wird allgemein als Transport bezeichnet. Findet diese Ortsveränderung in einem räumlich begrenzten Gebiet, wie beispielsweise innerhalb eines Betriebes oder Werkes statt, so wird dieser Vorgang durch den Begriff Fördern präzisiert. Das Fördern bzw. die Fördertechnik umfasst also das Bewegen von Gütern und Personen über relativ kurze Entfernungen einschließlich der dazu notwendigen technischen, organisatorischen und personellen Mittel. Demgegenüber wird der Transport über weite Entfernungen oder außerhalb eines Betriebes als Verkehr bezeichnet bzw. als Verkehrstechnik, sofern der Personenfußverkehr hier unberücksichtigt bleibt.
Fördersysteme sind Arbeitsmittel für den innerbetrieblichen oder innerwerklichen Materialfluss. Neben dem reinen Güter- oder Personentransport besitzen die Fördersysteme aber noch weitergehende Aufgaben. Fördersysteme werden zum Verteilen, Sammeln (beim Kommissionieren), Sortieren und Puffern oder Zwischenlagern eingesetzt. Im Unterschied zu anderen Arbeits- oder Betriebsmitteln sind sie durch ihre Dynamik charakterisiert und erfüllen Aufgaben im Sinne einer Verkettung von funktional zusammenhängenden Bereichen, wie beispielsweise Transporte zwischen einzelnen Arbeitsschritten, zwischen Lager und Produktion, von der Produktion zum Versand und andere mehr.


Das Verteilen, darunter versteht man die gezielte Verteilung von Fördergütern einer Quelle an mehrere Abgabestationen oder Senken, findet heute aufgrund geänderter Ablaufstrukturen infolge der ständig sinkenden Auftragsgrößen verstärkt Einsatz in Warenverteilzentren.
Das Sammeln stellt im Gegensatz dazu eine Zusammenführung von Gütern mehrerer Quellen dar.
Das Sortieren beschreibt das Ordnen einer Sequenz von Gütern in eine vorgegebene Reihenfolge. Eine weitere wichtige Aufgabe ist das Puffern oder Zwischenlagern von Ladeeinheiten, um technische Abläufe voneinander zu entkoppeln. Nur wenn Teilsysteme unabhängig voneinander operieren können ist in einem komplexen Gesamtsystem die optimale Leistung erreichbar. Als Beispiel kann hier die Verbindung eines Transportfahrzeuges mit einem Aufzug angeführt werden, die bei einer direkten Verbindung unweigerlich zum Warten eines der beiden Fördermittel führt. Eng mit dem Begriff Fördern ist das Terminieren verbunden, d.h. das Erbringen einer Förderleistung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Fördern stellt eine der wichtigsten Funktionen des Materialflusses dar. Nur durch geeignete Disposition und auf das Artikelspektrum zugeschnittene Fördersysteme kann man die Artikel Just - in - Time bereitstellen und gleichzeitig die Durchlaufzeiten verkürzen.
Charakterisiert werden Förderprozesse durch die unterschiedliche Fortbewegung des Fördergutes. Die Fördersysteme sind durch ihre Förderleistung gekennzeichnet, die häufig durch die Begriffe Fördermenge, -masse oder -volumen beschrieben wird. Man unterscheidet dabei in Abhängigkeit von der Fortbewegung des Gutes zwischen einem kontinuierlichen Fördergutstrom (Schüttgut auf Stetigförderern), einem diskret kontinuierlichen Fördergutstrom (Stückgut auf Stetigförderern) und einem unterbrochenen, diskreten Fördergutstrom (Schütt- oder Stückgut auf Unstetigförderern). In vielen Bereichen der Materialflusstechnik kommen zusammengesetzte Systeme zum Einsatz, in denen die Fördertechnik Aufgaben erfüllt. Sie kann Teil eines Verpackungs-, Lager-, Handhabungs-, Umschlags-, Kommissioniersystems, oder eines anderen Prozesses sein. Gleichzeitig werden beispielsweise Handhabungs- oder Umschlagsfunktionen in Fördersysteme integriert. Eine klare Abgrenzung zwischen diesen Bereichen ist aufgrund des starken integrativen Faktors der Teilaufgaben eines Fördersystems nicht möglich.