Stetigförderer

Ein Stetigförderer erzeugt einen kontinuierlichen Transportgutstrom. Er arbeitet über einen längeren Zeitraum ununterbrochen, so dass sein Antrieb für den Dauerbetrieb auszulegen ist. In der Regel besitzt ein Stetigförderer nur einen Antrieb und zeichnet sich durch geringen Energiebedarf, Betriebssicherheit und einfache Bauweise aus. Die Be- und Entladung kann während des Betriebes, oft an allen Stellen der Transportstrecke erfolgen.
Flurgebundene Stetigförderer transportieren das Gut waagerecht, geneigt und senkrecht, haben einen festgelegten Transportweg und benötigen viel Bodenfläche. Flurfreie Stetigförderer sind in der Regel schienengebunden. Stetigförderer benötigen für den Transportvorgang kein Bedienpersonal. Ihre Automatisierung ist gegenüber Unstetigförderern einfach zu erreichen. Schwierigkeiten ergeben sich bei der Erweiterung der Leistungsfähigkeit, in der Anpassung an Einrichtungsumstellungen und bei Auf-gabenänderung.
Für Massengutförderung (Kohle, Erz, Sand usw.) sind sie das rationellste Transportmittel bei kleiner Antriebsleistung durch Vermeiden von Todzeiten und durch ein günstiges Todlastverhältnis. Stetigförderer können tragbar, fahrbar oder ortsfest ausgeführt sein.
Sie können gut einem Produktionsvorgang unterworfen werden, wie Erwärmen, Kühlen, Befeuchten, Sortieren, Montieren oder Mischen. Transport bedeutet keinen Wertzuwachs, sondern nur eine Verteuerung. Durch kontinuierliche oder veränderliche Geschwindigkeit bzw. durch das Takten sind Stetigförderer mittels Steuereinrichtungen (Zielsteuerung) hervorragend zum automatischen Transportablauf im innerbetrieblichen Materialfluss geeignet.


Ortsfeste Anlagen benötigen viel Bodenfläche, und für Durch- oder Übergänge bedarf es zu den schon hohen Investitionen noch zusätzlichen Aufwandes. Nachteilig sind außerdem der festgelegter Transportweg, Probleme bei Fertigungsumstellungen und der eng begrenzte Anwendungsbereich. .
Die Stetigförderer werden für Stück- und/oder Schüttgut bei kleinsten und größten Massenströmen für kurze, mittlere und auch große Entfernungen (außerbetrieblicher Bereich) bei festgelegtem Transportweg angewendet. Bedienungspersonal ist zum Transportvorgang nicht erforderlich. Aufgrund dieser Verwendungsmöglichkeit sind die Einsatzgebiete der Stetigförderer in allen Industriezweigen gegeben.
Durch die Verwendung von Baukastensystemen und durch Geschwindigkeitsänderung können Kapazitäts- oder Anlagenerweiterungen durchgeführt werden.
So finden sich Stetigförderer zum An- und Abtransport von Material und Erzeugnissen in der chemischen Industrie, im Bergbau, in der metallverarbeitenden Industrie, in Kraftwerken, im Fertigungsablauf (Fließfertigung), im Lagerbereich, bei der Automobilmontage oder zum Verbinden von Produktionsprozessen.